Winterthur-Seen

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200822 Goldruten zupfen P822048086

Auch beim zweiten Einsatz am 22. August haben wir es im Oerlinger Ried auf die Grasblättrige Goldrute abgesehen. Nach vier Stunden sind viele Quadratmeter – zumindest temporär – von den invasiven Neophyten befreit und vier grosse Jätsäcke gefüllt. Ihr fragt: Nur vier Säcke? Wir antworten: Die Glasblättrige Goldrute ist klein und fein! Und ich ergänze: Ihr wart alle grossartig, ein dickes Dankeschön.

200822 Sumpfschrecke Grashupfer P8220483

Wir freuen uns über interessante Begegnungen mit den Wespen- und Krabbenspinnen. Annina zeigt uns die Sumpfschrecke mit den schwarzen Hinterknien. Die Sumpfschrecke mag feuchte Standorte wie Flachmoore und Feuchtwiesen. Durch die Trockenlegung oder intensivere Nutzung von Feucht- und Nasswiesen ist sie selten geworden. Die Sumpfschrecke zirpt nicht sondern produziert typische tick-Laute.

200822 Abhumusierung P8220479


In der ersten August-Hälfte ist im Oerlinger Ried ein Bagger aufgefahren. Im Auftrag der Kantonalen Fachstelle Naturschutz wird im südöstlichen Teil des Rieds die 5 bis ca. 40 Zentimeter dicke Humusschicht abgetragen. Damit sollen wieder jene Pflanzen wachsen können, die für Flachmoore typisch sind.

200822 Abhumusierung P822048080


Wo jetzt noch Gras und Goldruten wachsen, wird auch ein kleiner, flacher Weiher mit Schilf und Wasserpflanzen entstehen. Schilf und Wasserpflanzen klären dann das nährstoffreiche Drainagewasser, bevor es ins Ried fliesst.

200822 Infotafel P8220477


Der Kanton informiert anschaulich. Allerdings verrät die Tafel nicht, dass die Fachstelle Naturschutz zusätzliche Ideen zur Aufwertung verfolgt: Sie will die Wiese im Westen und Teile des Landwirtschaftslandes vernässen. Mit unserem Einsatz beteiligen wir uns an der Aufwertung eines wertvollen Flachmoors.

Text Karin Salm; Bilder Stefan Wassmer

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