Winterthur-Seen

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Unser diesjähriges Vereinswochenende führte uns nach Avers. Das Avers ist ein abgeschiedenes Hochtal, das weitestgehend von der intensiven Landwirtschaft verschont geblieben ist. Dadurch bietet es eine grosse Vielfalt an Biotopen und zeichnet sich durch blumenreiche Bergwiesen, Weiden, lichte Bergwälder, Blockschutthalden und schroffe Felswände aus. Es beheimatet eine reiche alpine Vogelwelt und eine vielseitige Bergflora.
Im Hotel Capetta in Avers-Cresta wurden wir freundlich empfangen und verpflegt. Sowohl das Frühstücksbüffet wie auch das 3-Gang-Nachtessen war vom Feinsten.
Annina Bürgi leitete bei gutem bis sehr gutem Wetter mit viel Begeisterung und grossem Fachwissen die 3 Exkursionen ornithologisch und botanisch.

Freitag: Cresta (1959 müM) - Alp Platta (2100 müM) – Cröt (1716 müM)
Mitten durch blumenreiche Wiesen gings auf schmalem Wanderweg in kontinuierlicher Steigung hinauf zur Alp Platta, vorbei an Echter Mondraute und Tozzie. Dann über einen steilen Zickzack-Pfad hinunter nach Cröt.
Braunkehlchen, Bergpieper, Tannenhäher und Alpenmeise konnten wunderbar beobachtet werden und in den Hängen entdeckten wir Gämsen, Feuerlilien, Alpenakelei und weit oben in den Felsen, Anninas Teleskop sei Dank, sogar einen Steinrötel.

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Samstag: Avers Juf (2120 müM) – Stallerberg (2580 müM) – Lawinenverbauung (2487 müM) – Avers Juf

Diese Wanderung führte teilweise recht steil hoch zum Stallerberg, wo wir mit der eindrücklichen alpinen Flora entschädigt wurden: Himmelsherold, breitblättrige Primel, gegenblättriger Steinbrech als Beispiele. Auch hier liessen sich beim Aufstieg Braunkehlchen, Bergpieper und Steinschmätzer ausgiebig beobachten. Eine Teilgruppe besuchte, einer Anregung einer Geschichte aus Franz Hohlers Wanderbuch folgend, noch die schön gelegenen Flüeseen (2850 müM).
Am Nachmittag dann plötzlich, hoch über uns, drehte ein Bartgeier, zweimal in enger Begleitung eines Steinadlers, diverse Runden über dem Tal – eine wunderbare Beobachtung!

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Sonntag: Capetta- und Letziwald (1800 bis 2000 müM)

Leider fanden an diesem Morgen, grad hinter Cresta, die obligatorischen Schiessübungen statt. Um punkt 9:30 Uhr knallte vis-à-vis von uns der erste Schuss und alle Vögel waren für einige Zeit „abgetaucht“. Trotzdem war es eine sehr schöne Wanderung hoch über dem Averser Rhein durch den Bergwald mit vielen alten Föhren, Lärchen und Arven bis hinunter zur Letzibrücke und auf der alten Averser Strasse wieder hinauf nach Cresta.

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 Wo ist die Haubenmeise?  Wie alt ist wohl dieser Baum?  Mittagsrast im Letziwald
     
     
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