Winterthur-Seen

Winterthur-Seen


DIE VEREINSREISE 2019 IST AUSGEBUCHT !

Schelladler, Pelikane und Zwerggänse am Kerkinisee

Leitung: René Brunner

Der Kerkinisee ist eines der wichtigsten Schutzgebiete Griechenlands und der Hotspot der Biodiversität. Nach Norden abgeschirmt durch das mächtige bulgarische Belesgebirge, finden viele Vogelarten am See und in seiner Umgebung beste Bedingungen vor. Denn die Winter im Tal sind mild, der See nahrungsreich und die Einwohner der umliegenden Dörfer stehen dem Schutzgebiet positiv gegenüber.
Unsere Reisezeit ist so gewählt, dass wir die wichtigsten hochnordischen Wintergäste am See noch miterleben können, uns gleichzeitig aber schon in einer frühlingshaften Landschaft bewegen. So erfreuen wir uns nicht nur an den ersten heimkehrenden Zugvögeln, sondern auch an der beginnenden Mandelblüte und der traditionell herzlichen griechischen Gastfreundschaft.

Einige Zielarten :
Zwerggans und Rothalsgans, Krauskopfpelikan und Rosapelikan, Rosaflamingo, Schelladler und Steinadler, Adlerbussard, Dünnschnabelmöwe und Schwarzkopfmöwe, Grauspecht und Blutspecht, Kalanderlerche, Zippammer und Zaunammer, Balkanmeise
Reiseprogramm: Ausser dem ersten und letzten Tag die fix sind, werden die Aktivitäten vom Wetter und dem Vorkommen unserer gefiederten Freunde bestimmt. Eine mögliche Auswahl:

1.Tag, Samstag
Wir fliegen nach Thessaloniki. Hier werden wir durch unsere griechisch-deutsche Reiseleitung am Flughafen begrüßt. Fahrt zum Hotel nach Chrysochorafa am Kerkinisee.
2.Tag, Sonntag
Heute sind wir zunächst am Ostufer des Sees unterwegs, der zu dieser Jahreszeit sehr breite, trockengefallene Ufer zeigt. Hier lassen sich die sehr seltenen Zwerggänse mitunter so nah beobachten, dass wir sie gut an ihren Merkmalen von anderen nordischen Gänsearten (Saat-, Blässgänse) und mitunter Rothalsgänsen unterscheiden können. Für die, vom Aussterben bedrohten, hochnordischen Zwerggänse ist hier eines der wichtigsten Rastgebiete in Europa. Sicher werden wir Zwergscharben, Löffler, Flamingos und Silberreiher sehen. Der See ist zudem Überwinterungsgebiet für Schelladler und Schwarzstorch, die in der Mittagsthermik aufsteigen und gut zu beobachten sind. Gleichfalls kommen Kornweihe, Turm- und Wanderfalke vor. An den kleinen Seen halten sich viele Entenarten im Prachtkleid auf, darunter viele Spieß-, Löffel- und einige Moorenten. An den Gewässerrändern suchen Bergpieper und Waldwasserläufer nach Nahrung. Am Nachmittag besuchen wir die aufgelassenen Steinbrüche am Hang des Belesgebirges. Hier werden wir sicher den scheuen Felsenkleiber entdecken, ebenfalls Zipp- und Zaunammer.
3.Tag, Montag
Am Morgen: Westufer des Kerkinisees. Hier können wir Krauskopf- und vielleicht Rosapelikane sehen. Für die Krauskopfpelikane, die sich schon im Brutkleid präsentieren und bald mit dem Nestbau beginnen, ist der See einer der wichtigsten Brutplätze in Europa. Der See ist außerdem Nahrungsgebiet für hunderte Zwergscharben, Kormorane, Taucher (Zwerg- und Haubentaucher) und Möwen (Lach- und Mittelmeermöwen). Wenn es die Verhältnisse am See zulassen, unternehmen wir eine Bootsfahrt. Sehr interessant sind auch die mit Platanen und Eichen bewachsenen Hänge. Hier sind in dieser Zeit viele hundert Kernbeißer, Stieglitze, Grün- und Bergfinken, Rot- und Singdrosseln unterwegs im Winterquartier oder schon auf den Weg nach Norden. Die ersten Grauammern, Zilpzalpe und Mönchsgrasmücken singen. Den Nachmittag und Abend verbringen wir bei Mandraki, wo sich Zwergschwäne und Kraniche zur Nahrungssuche aufhalten.
4.Tag, Dienstag
Ganztägige Exkursion in die Kolochori-Salinen von Thessaloniki und später ans Meer. In der Lagune präsentieren sich Rosaflamingos im schönsten Brutkleid, und Watvögel (Alpenstrandläufer, Rotschenkel, Kiebitzregenpfeifer, Säbelschnäbler) nutzen die nahrungsreichen Schlickflächen. Hier erwarten wir zudem Dünnschnabel- und Schwarzkopfmöwen, mitunter auch Brandseeschwalben und Zwergmöwen. Auf dem Meer zeigen sich einige Schwarzhalstaucher schon im Brutkleid. Zudem sind Mittelsäger zu sehen. In der kleinbäuerlich strukturierten Landschaft ziehen Erntereste vom letzten Herbst Grauammern und Weidensperlinge an. Oft sitzen sie in riesigen Trupps auf Leitungsdrähten. Unser Weg führt uns weiter in den „Axios-Loudias-Aliakmonas-Nationalpark“, einem Flussdelta am Meer. Hier entdecken wir mit etwas Glück die ersten Seeregenpfeifer und verschiedene Reiherarten (Nacht-, Rallen-, Seidenreiher).
5.Tag, Mittwoch
Viele Gebiete in den Bergen Griechenlands, die oberhalb der Baumgrenze liegen, sind nicht zugänglich. Eine Ausnahme bildet das Panggaio-Gebirge, mehr als 2 Autostunden östlich des Kerkinisees. Hier führt eine Straße durch verschiedene Vegetationsstufen bis ins baumlose Hochgebirge. In dieser vergleichsweise vogelarmen Landschaft leben einige Spezialisten, wie Rothuhn, Alpenbraunelle und Alpenkrähe. Sehr schön anzusehen ist auch der Feuersalamander in den feuchten Buchenwäldern. Die Buche bildet zusammen mit der Griechischen Tanne die Waldgrenze in den griechischen Bergen. Sollten die Straßen noch verschneit sein, lohnt sich die lange Anfahrt nicht, und wir suchen dafür eine Steppenlandschaft bei Drama auf. Hier kommt die Kalanderlerche vor. Auch ist mit Adlerbussarden zu rechnen. Am Abend fahren wir zu einem Uhubrutplatz in einem schönen Flusstal. Auch Balkanmeisen und balzfliegende Waldschnepfen können wir sehen.
6.Tag, Donnerstag
Je nach Beobachtungssituation sind wir an diesem Tag zu Fuß und mit dem Bus nochmals am Kerkinisee unterwegs. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft bietet vielen Kleinvogelarten (Stieglitze, Schwarzkehlchen und Seidensänger) ideale Nahrungsbedingungen. Natürlich interessieren uns auch die fast verlassenen Dörfer, in denen es noch viel Kleinviehhaltung gibt. Hier erfreuen wir uns an den ersten Mehlschwalben. An einer byzantinischen Burg in der Nähe des Ortes Sidirokastro befindet sich ein Brutplatz des Felsenkleibers. An gleicher Stelle sind Zippammer, Felsenschwalbe, Samtkopfgrasmücke und Blaumerle zu finden. Sehr eng an das dörfliche Umfeld ist der Blutspecht gebunden, der seine Bruthöhle mitunter schon in Kopfhöhe fertigt. Der Grauspecht lebt eher in den Obstgärten am Rande der Dörfer.
7. Tag, Freitag und 8. Tag, Samstag
Andreas und Georgius, junge, topmotivierte Tourguides, waren die Woche vor unserer Reise schon im Gebiet und werden uns dem Wetter entsprechend an interessante Plätze führen
9.Tag, Sonntag
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns vom Kerkinisee und suchen auf dem Weg zum Flughafen noch weitere Naturräume auf. So sind die Flußauen von Sidirochori gut für mehrere Spechtarten. In der Ebene von Kilikis erwarten wir Adlerbussarde im Brutgebiet und am nahegelegenen Stausee sind Kampläufer im beginnenden Prachtkleid, Goldregenpfeifer und Stelzenläufer sehr wahrscheinlich. Von hier aus fahren wir nach Thessaloniki und treten unsere Heimreise an.

Reiseorganisation: René Brunner

Reiseleitung: Andreas Weber und Georgius Spiridakis, die beiden fahren auch die beiden Minibusse mit denen wir unterwegs sind

Klima und Wetter: Der März ist schon mild in Nordgriechenland, wir erwarten Temperaturen zwischen 7°C am Morgen und Höchsttemperaturen von knapp 20°C. Durchschnittliche Sonnenstunden werden mit 5 Stunden angegeben.

Anforderung an die Fitness: Keine besondere Anforderungen, das länger Herumumstehen dürfte allen bekannt sein

Unterkunft und Verpflegung: Hotel im 2-Bett-Zimmer mit Dusche und WC. Frühstück und Abendessen. Mittagessen unterwegs im Restaurant oder Picknick, allenfalls auch Lunchpakete.

Ausweispapiere: Identitätskarte genügt

Währung: Euro

Gruppengrösse: 12 Personen

Reisepreis: ca. Fr 2’500.–, Einzelzimmerzuschlag: ca. CHF 150.– Diese Preisangaben bilden ein Kostendach. Der definitive Preis ist abhängig vom Wechselkurs (aktuelle Annahme CHF 1.20/EUR) und anderen Unwägbarkeiten.
Im Reisepreis eingeschlossen sind: Flug Economy-Class Zürich-Kloten nach Griechenland und zurück, Transport in Griechenland, Unterkunft mit Vollpension, Reiseleitung, Trinkgeld für die beiden Reiseleiter, Spende von Fr 100.– pro Person an ein Naturschutzprojekt in Griechenland.
Im Reisepreis nicht eingeschlossen sind: Anfahrt Wohnort bis Flughafen Zürich und retour, sämtliche Versicherungen (Krankheit, Unfall, Gepäck, Extrarückreise, Annullation etc.), alle alkoholischen Getränke und Extras.
Zahlung des Reisepreises: Eine Anzahlung von CHF 1’000.- wird einen Monat nach der Anmeldung fällig, der Restbetrag zwei Monate vor Abreise

DIE VEREINSREISE 2019 IST AUSGEBUCHT !

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